Unser Team arbeitet seit vier Wochen im Home-Office. Und so wie die Corona-Situation momentan aussieht, wird das wohl auch noch eine Weile so bleiben. Da wir uns jetzt schon wie alte Home-Office-Hasen fühlen, kommen hier unsere Learnings und Tipps.

Judith: An- und Abreisezeit zur Arbeit anders nutzen

Learning: Es ist wichtig, auch im Home-Office die normalen Strukturen beizubehalten. Richtet euch einen Arbeitsplatz zu Hause ein, an dem ihr arbeiten könnt – und damit ist nicht das Sofa oder Bett gemeint.

Bevor ich mich an den Schreibtisch setze, stelle ich mir Wasser und einen Tee bereit. Ich habe meinen Arbeitsplatz im Schlafzimmer. Während der Arbeitszeit mache ich die Tür zu, damit ich nicht von der Waschmaschine oder dem dreckigen Geschirr in der Küche abgelenkt werde und mich so vor meinen Aufgaben drücken kann.

Mein Tipp: Die Arbeit im Home-Office hat den Vorteil, dass die Anreise zum Büro wegfällt. Die gewonnene Zeit nutze ich morgens, um einen langen Spaziergang an der frischen Luft zu machen und ausgiebig zu frühstücken (Beste Mahlzeit des Tages). So habe ich bereits vor der Arbeit etwas für mich getan.

Anja: Die beste Kombi ist Home Office + Wochenende

Learning: Im Home-Office muss ich etwas mehr arbeiten als im Büro. Denn alles per Telefon, Whatsapp und Skype zu regeln, ist relativ schwierig und frisst Zeit. Auch ist die Kommunikation mit Kunden jetzt wesentlich höher. Dafür kann ich mich besser auf komplexe Aufgaben konzentrieren. Insbesondere in der Kombi Home Office + Wochenende. Nachteil: Der Ausgleich für die Arbeit am Wochenende bleibt auf der Strecke. Learning hier: Auch in Zukunft geht es bei Konzentrations-Aufgaben ins Home Office. Extra Team-Zeit einplanen, Ausgleich nehmen.

Mein Tipp: Zwischendurch eine Runde um den Block drehen. Auch Balkongespräche mit Nachbarn bringen ein bisschen Abwechslung in den Coronazeit-Isolations-Alltag.

Sophia: Eine Auszeit kann Wunder wirken

Learning: Home-Office bedeutet kein entspanntes Arbeiten von zuhause aus. Meine Jogginghose ist nicht gleichzusetzen mit Nichtstun und faul auf dem Sofa abhängen – auch wenn es verlockend klingt. Aber auch in der jetzigen Situation hat ein Tag nur 24 Stunden und neue Prozesse benötigen stellenweise doch mehr Eingewöhnungszeit, als uns lieb wäre. Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf…und träume weiterhin davon, bald all den Beschäftigungen nachgehen zu können, die ich mir für die lange, einsame, freie Zeit der Selbst-Isolation ausgemalt hatte.

Mein Tipp: Gerade in turbulenten Zeiten, kann eine Auszeit Wunder wirken. Bei Spotify gibt es jetzt die 14-tägige Meditation Journey „a mindful mess“ zu hören! Hier kommt ihr zur ersten Folge.

Aron: Raus gehen und Frischluft atmen

Learning: Die Kommunikation im Home-Office ist unheimlich wichtig. Was im gemeinsamen Büro nur eine Minute dauert, kann sich über Whatsapp und Nachrichten deutlich länger hinziehen. Dazu kommen noch die Missverständnisse, die im direkten Gespräch so wohl nie zustande kommen würden. Umso wichtiger sind die täglichen Videokonferenzen, in denen die Aufgaben des Tages besprochen werden.

Mein Tipp: Im Home-Office kann einem schnell mal die Decke auf den Kopf fallen. Mir hilft es dann immer, entweder in der Pause oder nach der Arbeit an die Frische Luft zu gehen, um den Kopf freizubekommen.

Pascal: Programme VOR der Konfi testen

Learning: Seinen Arbeitsplatz einrichten und vor allem ausprobieren. Am Abend vor meinem ersten Tag im Home-Office habe ich alle notwendigen Programme installiert, Kommunikationswege ausprobiert und die Verbindung zum Server getestet. Am nächsten Morgen bin ich entspannter an die ganze Sache herangegangen. Von Freunden und Bekannten habe ich absolute Horror-Storys gehört, da dachte ich, ich probiere es vorher aus.

Mein Tipp: Kauft euch einen Football und werft ein paar Mal.

SaminaEinen kleinen Office-Space einrichten

Learning: Im Home-Office ohne seine Kollegen klarzukommen ist gar nicht so leicht. Neue Ideen und ein bisschen Motivation für zwischendurch bekommt man im direkten Austausch doch am besten. Auch ein klares Abgrenzen von Arbeits- und Freizeit fällt mir schwer, wenn alles am selben Ort stattfindet. Bei mir zu Hause sind Schlaf- und Wohnzimmer sowie Essbereich im gleichen Raum. Sich einen kleinen Office-Space am Esstisch einzurichten hilft, das ganze ein wenig voneinander abzugrenzen.

Mein Tipp: Ich versuche, meinen Tag durchzustrukturieren und vor allem nicht mehr in Gammelklamotten „zur Arbeit“ zu gehen. Morgens nach dem Aufstehen ein wenig Sport, dann duschen und so kleiden, als würde man ins Büro gehen. Das bringt Struktur in den Tag.

Udo: Morgens schon etwas für den Abend vornehmen

Learning: Es ist ein Riesenunterschied, ob nur zwei, drei Leute von Zuhause aus zuarbeiten, oder sich das gesamte Team aus der Ferne koordinieren muss. Wie gut die Umstellung auf Heimarbeit funktioniert, zeigt meist, wie gut die Teams auch in „Friedenszeiten“ zusammenarbeiten. Speziell bei einem Kunden hat dies bereits zur Erkenntnis geführt, dass wir Strukturen und Standards auch für die Zeit nach Corona novellieren müssen.

Mein Tipp: Manche Leute können Home-Office, andere müssen es erst lernen. Wer Probleme mit dem Rhythmus hat: Fangt früh mit der Arbeit an und nehmt euch morgens schon etwas vor, das ihr nach Feierabend machen wollt. Macht öfter mal Sachen, mit denen ihr euch selbst überrascht: Lernt Finnisch, backt einen Osterzopf oder schaut einen Film, der euch nicht interessiert.

Nora: To-Do-Listen abhaken bringt Struktur

Learning: Bringe Struktur in deinen Arbeitsalltag! Mein Morgen beginnt immer mit dem Erstellen einer To Do-Liste. Besonders dringende Aufgaben, die nicht aufgeschoben werden können, hebe ich extra hervor. Kommen über den Tag Aufgaben dazu, werden sie ergänzt – egal wie groß oder klein sie auch seien mögen. So verliere ich auch Zuhause nie den Überblick. Außerdem freue ich mich über jede Aufgabe, hinter die ich einen Haken setzen kann.

Mein Tipp: Macht Feierabend! Nach dem Arbeitstag folgt bei mir zuerst eine Beschäftigung ohne Handy oder Laptop. So gerate ich nicht in Versuchung, doch noch eben schnell eine Mail zu tippen oder das letzte Posting zu checken. Auch wenn das Zuhause gerade das Büro ist, muss deshalb niemand 24/7 zum Arbeiten bereit sein.

Rene: Handy auch mal weglegen

Learning: Unsere morgendliche Redaktionskonfi ist im Home-Office-Team noch hilfreicher, um für das Team Struktur in den Tag zu bringen, als ohnehin schon im normalen Office-Alltag. Gerade in den Anfangsjahren unserer Agentur haben wir immer wieder auch viel im Home-Office gemacht. Bereits damals habe ich mir viele Workflows zur Trennung von Privat und Arbeit und zur Selbstdisziplinierung in den eigenen vier Wänden zurecht gelegt. Davon profitiere ich jetzt auch wieder in der Corona-Zeit.

Mein Tipp: Handy im Freizeitmodus aufs Display legen, damit nicht jede Push-Meldung einen in den Arbeitsmodus zurückholt und nicht prokrastinieren.

Aida: Rechtzeitig aufstehen

Learning: Von zuhause aus zu arbeiten, bietet die Möglichkeit bis zur letzten Minute zu schlafen und direkt nach dem Aufstehen mit der Arbeit zu beginnen. Aber dann braucht man eine Weile, um Routine in die Arbeit zu bekommen. Um darauf zu verzichten, stehe ich immer anderthalb Stunden vor der Arbeit auf, trinke ein Glas Wasser, ziehe mich um, mache Musik an und versuche kurz zu meditieren. Danach schreibe ich eine To-Do-Liste, damit ich weiß, was ich an dem Tag erledigen muss und um meine Zeit besser zu planen.

Mein Tipp: Ich habe bemerkt, dass ich vergesse, während der Arbeit Pause zu machen. Deswegen habe ich meinen Wecker so gestellt, dass ich immer nach vier Stunden eine kurze Pause mache, etwas esse und ein bisschen frische Luft schnappe.

Für alle Faulen: Hier sind die besten Home-Office-Tipps der SMK-Mitglieder zusammengefasst.

  1. stellt einen Wecker für eure Pause
  2. Gönnt euch eine Auszeit und meditiert, geht spazieren, esst ausgiebig oder quatscht mit den Nachbarn von Balkon zu Balkon
  3. strukturiert euren Tag und zieht Alltagskleidung an
  4. macht Feierabend, legt das Handy zur Seite und nehmt euch morgens schon vor, was ihr nach der Arbeit machen wollt
  5. Zu guter Letzt: kauft euch einen Football und werft ihn ein paar Mal!

In unseren Home-Office-Chroniken hat jeder seine persönlichen Erfahrungen eines Arbeitstages in den eigenen vier Wänden aufgeschrieben. Losgelöst von den Abläufen und Strukturen in der Agentur. Wie es allen erging, könnt ihr hier lesen: Die Home-Office-Chroniken.

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