Nun arbeiten wir bereits seit vier Tagen im Home-Office, um dadurch die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die Arbeit ist anders, hat Vor- und Nachteile. Wie es für Redaktionsmitglied Nora Köhler ist, von zu Hause aus zu arbeiten, schreibt sie in ihrem heutigen Erfahrungsbericht.

19. März: My home is my castle

Ich liebe es Zuhause zu sein. Nirgends sonst bin ich so produktiv wie am heimischen Arbeitsplatz. Ich blicke der Zeit im Homeoffice also positiv entgegen. Ob ich am Ende des Tages immer noch so denken werde?

6:30 Uhr: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Auch ohne das Klingeln meines Weckers bin ich hellwach. Ich nutze die Zeit, um heute besonders ausgiebig Kaffee zu trinken und dabei einen Podcast zu hören.

Mit Schwung ins Home-Office

8:55 Uhr: Ich habe Kaffee getrunken, aufgeräumt, geduscht, eine Maschine Wäsche gewaschen und trage eine frische Jogginghose. Und trotzdem ist der Arbeitsbeginn noch in weiter Ferne. Ich gebe es auf die Zeit totzuschlagen und beginne eine Stunde früher, um meinen Energieschub für die Arbeit nutzen zu können.

9:50 Uhr: Meine To Do-Liste ist nach Priorität geordnet, alle Nachrichten sind gesichtet und erste Absprachen wurden getroffen. Ich gebe meine To Do’s für den heutigen Tag durch. Bevor ich mit dem ersten Punkt auf meiner Liste starte, koche ich mir einen zweiten Kaffee. Voller Elan und Koffein schreite ich dann zur Tat.

Die lieben Kollegen

11:22 Uhr: Anja ruft an. Neben Arbeitsinhalten besprechen wir auch die aktuelle Situation. Wir teilen die Sorgen um unsere Angehörigen. Vielleicht ist geteiltes Leid ja wirklich halbes Leid?

12:08 Uhr: Twitter ärgert mich! Seit 20 Minuten versuche ich, einen einfachen Tweet abzusetzen. Leider funktioniert das nicht so wie erhofft. Jetzt rächt sich das Home-Office, da leider niemand mal eben auf das Problem schauen kann. Über WhatsApp frage ich nach Hilfe. Während ich auf Antwort warte, koche ich den dritten Kaffee. Da gerade die Sonne zum Vorschein kommt, gönne ich mir anschließend eine Pause auf dem Balkon.

15:07 Uhr: Ich kann mich mit niemandem darüber ärgern, dass Facebook mal wieder spinnt. Es gibt keine Raucherpausen, bei denen ich ein paar tiefe passive Atemzüge des blauen Dunstes nehmen kann. Ich habe noch kein Wasser getrunken, weil meine Kolleginnen mich nicht daran erinnert haben. Auch wenn ich sehr konzentriert arbeiten kann, hat das Home-Office nicht nur Vorteile. Ich schwelge kurz in Büro-Erinnerungen.

Pasta am Ende des Tunnels

16:11 Uhr: Der Feierabend rückt immer näher. Ich schenke mir ein großes Glas Wasser ein und mache ein paar Dehnübungen. Sieht ja niemand, wie albern ich dabei aussehe. Nun heißt es: Endspurt! Meine Gedanken sind allerdings schon im Feierabend und denken an die Pasta, die ich gleich kochen werde. Mhm … Pasta … Jetzt muss ich mich doch zusammenreißen, um die letzte Stunde nochmal Vollgas zu geben.

Meine Bilanz

Ich war wirklich produktiv und habe konzentriert gearbeitet. Naja, von meinen Pasta-Gelüsten mal abgesehen … Ich frage mich nach diesem Tag, ob man nicht viel öfter im Home-Office arbeiten sollte. Bei langwierigen Aufgaben, die viel Konzentration erfordern, würde ich gerne immer so abgeschottet sein. Kurze Ablenkungen durch meine Kolleginnen und Kollegen fehlen mir allerdings mehr, als ich es für möglich gehalten hätte! Ich freue mich euch alle bald wiederzusehen!

Teaserfoto: JillWellington/Pixabay

WICHTIG!

Panik ist giftig – verlässliche Informationen sind wichtig: Fallt nicht auf Fake-News herein, sondern versucht euch fundiert zu informieren. Wir empfehlen daher folgende Links für Updates:

> Themenseite des Robert Koch Instituts

> Richtiges Verhaltensmaßnahmen auf infektionsschutz.de

> Aktuelle Wasserstandsmeldung des BMG

> Für NRW: Newsblog der WAZ.de

> Info-Seite des Landes NRW

Fakten-Check bei mimikama.at

 

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