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Facebook – Müssen Werbende bald Richtlinien zur Anti-Diskriminierung zustimmen?

Wer regelmäßig Content auf Facebook bewirbt, weiß um die Einschränkungen des Targetings. Kritische Debatten um diskriminierende Einstellungen von Zielgruppen, gerade wenn es um Jobs, Wohnungen oder Finanzen geht, haben zu einer Neuausrichtung geführt. Das schlägt sich nicht nur in den Targeting-Optionen des Netzwerks nieder, sondern verständlicherweise auch in den Richtlinien. Nun könnte auf Werbende eine allgemeine Zustimmungspflicht zukommen. Wer sich dem verweigert, könne keine Werbung mehr schalten.

Facebooks Richtlinien

Die Mietwohnung auf Facebook anbieten, dabei aber gezielt Kandidaten aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung ausschließen: Das war auf Facebook bis Mitte 2017 noch möglich. Nach einigen Skandalen kappte das Netzwerk dann viele Targetingmöglichkeiten und führte neue Richtlinien ein:

Werbeanzeigen dürfen nicht diskriminieren oder zur Diskriminierung von Personen aufgrund persönlicher Eigenschaften wie ethnische Zugehörigkeit, Hautfarbe, nationale Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, Familienstatus, Behinderung, Gesundheitszustand oder genetische Erkrankung anregen. – Werberichtlinien, 3. Diskriminierung

Bisher galt, dass man mit Nutzung der Werbeprodukte automatisch diesen Richtlinien zustimmt (hier). Trotzdem konnte man von Zeit zu Zeit aufgefordert werden, aktiv der Policy zuzustimmen. Lehnte man dies ab, konnte es vorkommen, dass Anzeigen abgelehnt wurden und erneut nach der Zustimmung gefragt wird.

Grundsätzliche Zustimmung bis April?

Bisher gab es jedoch keine allgemeine Zustimmungspflicht. Thomas Hutter, unangezweifelt eine verlässliche Quelle wenn es um Facebook-Insides geht, vermeldete nun auf seiner Seite, dass Werbetreibende in Kürze eine Benachrichtigung erhalten werden, diesen Richtlinien aktiv zuzustimmen (hier). Wer dem nicht folgt, könne ab dem 15. April 2019 keine Kampagnen mehr aufsetzen. Dies beschränke sich nicht nur auf Facebook, sondern soll ebenfalls Instagram und den Messenger betreffen.

Eine offizielle Bestätigung für dieses Datum oder diese Maßnahme haben wir bis dato nicht gefunden. An der Glaubwürdigkeit zweifeln wir trotzdem nicht. Jüngst vermeldete das Netzwerk Pläne, alle Marken unter dem Facebook-Dach vereinen zu wollen. Der Schritt würde  in diesem Kontext durchaus Sinn ergeben.

Vorbereitungen treffen?

Müssen sich Werbende nun auf diese Zustimmung besonders vorbereiten? Eigentlich nicht, denn die Richtlinien gelten ja bereits und finden längst Anwendung. Es würde sich somit zunächst nur um eine Formalität handeln. Warten wir trotzdem die Benachrichtigung ab und schauen dann, ob es möglicherweise Novellierungen in den Richtlinien gibt.

Artikelbild: Catkin (Pixabay Lizenz)

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