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Mobile Wallets: riskante Bequemlichkeit oder die Zukunft des Einkaufens?

Bezahlen per Telefon ist nicht erst seit Apples Neuvorstellung Apple Pay ein Thema. Schnell, sicher und bargeldlos soll es gehen, doch Kritiker bezweifeln die Sicherheit. Denn die sogenannten „Mobile Wallets“ bieten einige Angriffspunkte für Hacker und Datendiebe.

Von Schein und Münze zur „Mobile Wallet“

Nur noch jeder Dritte zahlt in Amerika seinen Kaffee bar. Und auch der deutsche Einzelhandel verzeichnet einen Rückgang beim Zahlen mit Scheinen und Münzen. Der Anteil der Kartenzahlungen am Gesamtumsatz stieg auf 39,7 Prozent. Im Jahr 2010 lag er noch bei 38,4 Prozent.

Der Trend beim bargeldlosen Bezahlen geht aber noch weiter, hin zur Brieftasche im Smartphone, einer sogenannten „Mobile Wallet“. Auf der letzten Apple-Keynote stellte CEO Tim Cook mit dem mobilen Bezahlsystem Apple Pay eine weitere dieser Brieftaschen vor.

Apple Pay nutzt NFC-Technologie für Bezahlung mit dem Handy

Bezahlen per Telefon soll zum Beispiel mit Apple Pay sicher funktionieren.

Vor allem junge Leute kaufen per Tablet und Smartphone ein

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVh) und die Creditreform Boniversum GmbH fanden in einer aktuellen Studie zum Themenfeld „Mobiler Einkauf und Bezahlung mit dem Smartphone und Tablet“ heraus, dass das Bezahlen mit dem „Mobile Wallet“ immer beliebter wird und für viele alltäglich geworden ist. Im Frühjahr 2013 nutzen noch 40 Prozent der Smartphone-Besitzer in Deutschland ihr Gerät zum mobilen Einkauf. Ein Jahr später sind es schon 57 Prozent.

Vor allem Personen zwischen 18 und 39 Jahren (73,9 Prozent) benutzen Smartphone und Tablet zum Einkaufen. Generell liegen Männer in der Nutzung mit 58,6 Prozent vorne, doch im vergangenen Jahr stieg auch die Zahl bei den Frauen von 20,3 auf 56,2 Prozent stark an.

Fingerabdruck statt Geheimzahl

Ähnlich wie bei der Kartenzahlung, wird auch beim Bezahlen per Apple Pay ein Terminal benötigt. In einer Entfernung von rund vier Zentimetern wird das Smartphone an das Terminal gehalten, und die zur Zahlung benötigten Daten werden übertragen. Das sind aber laut Apple weniger Daten, als man denkt: Weder eine Geheimzahl, noch eine Kreditkartennummer werden angefordert. Die Identifikation erfolgt über den iPhone-Sensor per Fingerabdruck.

Einmalig müssen die iPhone-Besitzer jedoch ihre Kredit- und Bankkarten der jeweiligen Kreditkarte übertragen oder mit der Smartphone-Kamera fotografieren und in der Passbook-App ablegen. Wer seine Kartendaten bereits einmal in iTunes gespeichert hat, kann sich die erneute Übertragung sparen.

Chaos Computer Club sieht große Sicherheitsrisiken

Laut Apple werden beim Bezahlvorgang keine Benutzerdaten gespeichert, sondern für jede Transaktion ein dynamischer Sicherheitscode generiert. Auch solle nicht einsehbar sein, um welche Ware es sich bei der Einkaufs-Aktion handelt.
Wie sicher allerdings das Bezahlen per iPhone ist, bleibt umstritten. Falk Garbsch vom Chaos Computer Club sieht in dem System einige potenzielle Angriffspunkte für Hacker: „Grundsätzlich bieten Smartphones eine Fülle von Möglichkeiten, über manipulierte Software in Bezahlvorgänge einzugreifen. Dies kann und wird niemals ausgeschlossen werden“, sagte Garbsch im Interview mit der neuen Osnabrücker Zeitung.

Technologie bereits gehackt

Inzwischen wurde der Fingerabdrucksensor sowohl des iPhone 5s als auch der des iPhone 6, welches mit der selben Technologie ausgestattet ist, gehackt.

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