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Bitcoin: Virtuelle Währung auf dem Weg in die Realität

Die virtuelle Währung Bitcoin ist zum Dauergast im Nachrichten-Stream geworden. Trotzdem hat es den Anschein, dass die meisten User nicht genau wissen, um was es geht. Ein Grund, sich mit den virtuellen Goldstücken auseinandersetzen. Wir geben einen Schnupperkurs.

Das gesamte Bitcoin-Universum in erschöpfend detaillierter Gänze zu erklären, würde hier den Rahmen sprengen. Dafür gibt es umfangreiche Enzyklopädien, die sich mit den technischen, organisatorischen, rechtlichen, politischen oder gesellschaftlichen Aspekten der Währung beschäftigen. Versuchen wir also, schnell und funktional ins Thema zu kommen.

Bitcoin ist…

Eine Währung. Das Kürzel lautet BTC. Das bedeutet, wir müssen uns Bitcoins zunächst wie Euro, Dollar oder Yen vorstellen. BTCs sind für direkte Zahlungen von einer Person zur anderen konzipiert, also ohne eine Bank zwischenschalten zu müssen.

Konto eröffnen

Um mitspielen zu können, benötigt der User eine Bitcoin-Adresse, welche mit einem normalen Bankkonto zu vergleichen ist. Und wie in der echten Welt, darf man beliebig viele Konten/Adressen besitzen.

Eine Adresse erhält man automatisch, wenn man den Bitcoin-Client installiert. Für Kleingeld oder erste Gehversuche genügt bereits eine virtuelle Geldbörse – eine Wallet.  Zu einer Wallet kommt man durch Registrierung bei einem entsprechenden Dienst.

Besonders hippe Cafés akzeptieren mittlerweile auch Bitcoins. Quelle: Jason Tester Guerrilla Futures

Die Brieftasche gibt es in der Software-Version für den Rechner und Mobile-Devices. Es gibt auch Web-Wallets (Browser based wallet), welche allerdings unsicherer sind, da sie Bicoins auf ihren Festplatten lagern und diese bei technischen Vorfällen abhanden gehen können.

Wie komme ich an Geld?

Wenn eine Adresse registriert ist, können sofort Bitcoins empfangen werden. Ausgegeben werden kann noch nichts, denn es ist ja noch nichts auf dem Konto. Also, wie in der alten Wechselstube: Erst mal Geld wechseln gehen.

Die ersten 0.0002 Bitcoins kann jeder Neuling frei bei Diensten wie beispielsweise Bitcoin Faucet erhalten (Anm.: Faucet ist mittlerweile geschlossen worden.). Auch ist es möglich, über Bitcoin local Leute zu finden, welche direkt Bares in Bitcoins tauschen.

Der offiziellste Weg ist aber der direkte Kauf/Wechsel von Bitcoins nach aktuellem Wert. Börsen wie MtGox oder BitMarket bieten den Kauf/Tausch von Euro oder anderen Währungen in Bitcoins an. Der Transfer läuft via Überweisungen.

Der Klient und das Schürfen

Eine weitere Methode an Bitcoins zu kommen, eröffnet das Mining. Hierbei können User durch das Auslagern von Rechenleistung Bitcoins verdienen. Dafür benötigen sie den Bitcoin-Client.

Der Client ist zunächst die Urform der Wallet, unterscheidet sich aber durch höhere Sicherheit und Unabhängigkeit von einer virtuellen Brieftasche. Die Funktion für den Geldverkehr ist identisch, jedoch stellt der Client eine Art eigene Hausbank dar. Viele Leute verzichten auf eine gesonderte Wallet und gehen gleich zum Client über.

Wenn der eigene Rechner ohnehin den ganzen Tag läuft, kann der Client, zur Entlasstung des Netzes, mathematische Berechnungen machen. Auf diesem Wege kann man Transaktionsgebühren für die Rechenleistungen erheben und so selbst Bitcoins scheffeln. Diese Methode ist allerdings sehr mühsam und lohnt selten.

Ausgeben leicht gemacht

Was nun tun mit dem Geld? Natürlich ausgeben. Es gibt mittlerweile eine beachtliche Zahl an Händlern und Dienstleistungen weltweit, die Bitcoins akzeptieren.

Zu den Förderern der neuen Währung zählen Schwergewichte wie Amazon, Ebay oder Wikipedia. Und auch in der Realwelt gibt es Unterstützer der Goldstücke – von der Imbissbude bis zum Möbelhaus.

Selbst bei der Beschaffung schwappt das Computergeld immer öfter in die „echte“ Welt: Mittlerweile gibt es auch Bitcoin-Automaten, an welchen man schnell Geld wechseln kann.

 >>>Weiter in Teil 2: Wertschwankungen, Gefahren und der tiefere Sinn

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Teaserbild: Antana (flickr.com/Lizenzbedingungen)

Artikelbild: Jason Tester Guerrilla Futures (flickr.com/Lizenzbedingungen)

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