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So funktioniert der Instagram-Algorithmus

Instagram-Algorithmus art-cogs

Seit rund zwei Jahren ordnet Instagram den Newsfeed via eigenem Instagram-Algorithmus. Das vorherige System der umgekehrten Chronologie ließ den Nutzer zu viele Beiträge verpassen. Die Einführung der algorithmischen Ordnung soll seitdem zu längeren Verweilzeiten und mehr Sichtbarkeit geführt haben. Jedoch hielt sich der Bilderdienst über die Kriterien, wie Beiträge sortiert werden, recht bedeckt. Instagram haben nun endlich einmal Medienvertreter eingeladen, um zu erklären, nach welchen Gesichtspunkten wir die Postings von Freunden und Werbung angezeigt bekommen.

Instagram-Algorithmus vs. Chronologie

Wie TechCrunch berichten, verpassten Nutzer bis zur Einführung des Instagram-Algorithmus gut 70 Prozent aller Posts, davon allein 50 Prozent ihrer Freunde. Heute, so gibt der Bilderdienst vor, sehen Nutzer gut 90 Prozent der Beiträge von Freunden und verbringen mehr Zeit in der App, als noch 2016.

Auch bei Instagram arbeiten selbstlernende Prozesse am Algorithmus. Aus unserem Verhalten in der Vergangenheit zieht die KI Rückschlüsse und bastelt daraus dann einen individuellen Feed für seine Mitglieder. Selbst wenn zwei verschiedene Nutzer den gleichen Seiten folgen, wird der Beitragsstrom unterschiedlich ausfallen; personalisiert und auf das Nutzungsverhalten zugeschnitten.

Die Kernfaktoren: Interest, Timeliness und Relationship

Wie unser Newsfeed aussieht, wird zunächst nach den drei Faktoren Interest, Timeliness und Relationship beurteilt:

  • Interest: Basierend auf unserem vorherigen Verhalten bei bestimmten Inhalten, versucht Instagram vorauszusehen, was uns gefällt. Viele Herzchen für Tierbabys führt zu höherem Ranking für Beiträge mit Tierbabys.
  • Timeliness: Wie aktuell ist ein Beitrag? Hier bekommen aktuellere Beiträge den Vorzug vor wochenalten Posts. Das heißt nicht, dass ältere Posts nicht trotzdem angezeigt werden. Nur eben nicht sofort.
  • Relationship: Wie nahe stehen wir dem Nutzer, dessen Beiträge wir sehen? Kommentieren wir häufig unter den Posts bestimmter Nutzer und taggen sie vielleicht sogar, so zeigt uns der Algorithmus auch öfter Inhalte dieser Nutzer.

Weitere Signale: Frequency, Follower und Usage

Neben diesen Kernfaktoren ergeben Frequency, Follower und Usage weitere Signale, die über das Ranking und die Sichtbarkeit von Content entscheiden:

  • Frequency: Je nach dem, wie häufig wir die App öffnen, sucht Instagram Beiträge, die seit dem letzten Besuch besonders erfolgreich waren und auf unsere Parameter passen.
  • Follower: Wer vielen Leuten und Seiten folgt, bekommt mehr spezifischen Content, als spezifische Personen angezeigt. Anscheinend gehen Interest-Präferenzen über Relationship-Präferenzen – es sei denn, man ist „heavy follower“ und sucht auch explizit nach den Inhalten einer bestimmten Person.
  • Usage: Die Dauer unserer Besuche entscheidet darüber, welche Posts wir angezeigt bekommen. Wenn wir nur kurze Besuche abstatten, sehen wir hauptsächlich die erfolgreichsten Posts. Bleiben wir länger, gräbt Instagram auch etwas tiefer.

Instagram goes Snapchat

Es gibt noch weitere Updates: Instagram hat ja mit dem Story-Format schon mal eine gute Snapchat-Idee gemopst und erfolgreich gemacht. Nun soll der Bilderdienst auch daran arbeiten, einen Discovery-Bereich im Snapchat-Stil anzubieten. Aber das ist noch nicht die eigentliche Nachricht.

Wie TechCrunch nachschoben, ist die eigentliche Meldung, dass Instagram wohl bald Videos von bis zu einer Stunde Länge anbieten könnte. Dieser Discovery-Bereich würde dann ein exklusiver Bereich für vorproduzierte Shows, Musik-Videos und andere Videos im vertikalen HD Full-Screen-Format werden. Was man allerdings erwarten sollte, geht weniger in Richtung Netflix, eher gen YouTube und deren Unterhaltungsprogramm.

Artikelbild: Digital Buggu (CC0)

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