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Vier goldene Regeln für den Instagram-Erfolg

Der Bilderdienst hat längst die Transformation zu einem kraftvollen Marketinginstrument geschafft. Anders als vor einigen Jahren mit Twitter und Facebook, wollen viele Entscheider diesmal nicht die Letzten sein, die auf diesen Zug aufspringen. Aber genauso wie bei den anderen großen Netzwerken, fehlen doch oftmals die Konzepte, um die ersten Schritte mit Sinn und Verstand umzusetzen. Entrepreneur.com haben mit erfolgreichen Instagram Playern gesprochen und wir haben darin vier wichtige Grundregeln gefunden.

Instagram Start und wichtige Grundregeln

Man muss sich nicht schämen, wenn man auf einem großen Netzwerk mitspielen will, aber nicht weiß, wie man starten soll. Eine Gebrauchsanweisung gibt es nicht und Standards stellen sich erst nach und nach heraus. Entrepreneur.com haben vier Business Stars nach ihren Instagram-Tipps gefragt (hier). Was dabei herauskam ist ein Set an wichtigen Grundregeln, die jeder für seinen Business-Account beachten sollte.

Ibrahim Al-Haidos

Instagram: 162k | Facebook:  51k | Twitter: 133k

Instagram Feed FursanAls Gründer des luxuriösen Handtaschen-Brands Fursan ist Ibrahim Al-Haidos in Doha bereits am richtigen Ort. So heiß, klein und sandig Katar auch sein mag, Instagram ist dort, wie auch im gesamten arabischen Raum, eines der wichtigsten Marketing-Tools.

Seine Tipps

Was Al-Haidos empfiehlt, ist die absolute Basisarbeit. Man muss allerdings sagen: Wenn man das erstmal macht, hat man auch schon viel umgesetzt.

  • Die Bio komplett nutzen und darauf achten, dass die Angaben mit allen weiteren Social Media Accounts übereinstimmten.
  • Das Logo als Profilbild nutzen und auf’s Corporate Design achten (Farben, Fonts, etc.).
  • Professionelle Fotos posten.
  • Zur Auflockerung etwas Hintergrund-Footage oder bewegte Produktpräsentation einfügen.
  • Mit den richtigen Influencern arbeiten, die auch zum eigenen Branchen-Segment gehören.

Unsere Rezeption

Al-Haidos inszeniert sich auf seinem persönlichen Account  selbst wie eine Fashion Brand und darf sich über zahlreiche Likes freuen. Auffällig ist die wohl kulturell geschuldete Tatsache, dass er durchaus seine Kinder mit auf die perfekt komponierten Bilder holt, aber nie auch nur eine Frau zu sehen ist. Der Account seiner Firma zeigt dagegen unzählige Frauen, was durchaus einleuchtet. Es sind ja auch seine Hauptkunden. Negativ fällt auf, dass sein Brand-Account nicht annähernd so viele Likes einheimst, wie seine persönliche Seite.

Oliver Isaacs

Instagram: 331k | Facebook:  393k | Twitter: 104k

Instagram Feed IsaacsDer britische Blockchain Investor, Seriengründer, Berater und Investor Oliver Isaacs darf sich, dank der aktuellen Debatten um Kryptowährungen, eines vergrößerten Publikums erfreuen. Für ihn könne der Auftritt auf Instagram das Bild eines Unternehmens signifikant prägen. Zumindest ist Isaacs der Beweis dafür, dass Instagram nicht nur der Ort für schicke Fashion-Partys ist. Offensichtlich können hier die Bereiche B2C und B2B verschmolzen werden.

Sein Tipp

Konsistenz sei der Schlüssel. In seinem Fall heißt das, den Content thematisch von seinem Business dirigieren zu lassen. Wenn nach außen klar wird, wofür man steht und das konsequent verfolgt, bleibt man auf der light side des Instagram-Algorithmus. So wird man vor allem für hochwertige Follower interessant und darf sich folglich über wichtige Power-Likes (Likes von großen Accounts) freuen.

Unsere Rezeption

Seine Konsistenz hat sich offensichtlich erst Mitte 2017 eingestellt. Vorher wurde sein Account auch vornehmlich von den gängigen Fitness-Studio-, Luxus- und Poser-Bildern dominiert. Danach wechselte er zu einer merkwürdigen Kombination aus Videos und Screenshots von Artikeln über sich. Aber es funktioniert: Die höchst oft gelikedten Videos wurden zwar durch bezahlte Reichweite gepusht. Aber die Screenshots bekommen auch weitaus mehr Zustimmung als seine früheren Bling-Bling-Posts. Auch wenn wir hier eine komische Content-Strategie haben, stimmen wir dem Konsistenz-Prinzip voll und ganz zu.

Adel de Meyer

Instagram: 15k | Facebook:  14k | Twitter: 45k

Instagram Feed De MeyerAls top gebuchte Social Media Spezialistin sollte die Südafrikanerin mit neuer Heimat in Australien wissen, wovon sie spricht. De Meyer ist New Media Beraterin, Speakerin und Investorin. Somit ist ihr Hauptmetier die Eigenvermarktung.

Ihr Tipp

Auch Adel de Meyer setzt auf Konsistenz. Nur liegt ihr Schwerpunkt auf der Qualität der Beiträge. De Meyers Meinung nach ist es im heutigen Konkurrenzkampf in den sozialen Medien, und speziell auf Instagram, unumgänglich, kontinuierlich hochqualitativen Content zu liefern. Anderenfalls werde man nicht wahrgenommen. Zu verstehen, welchen Content das Publikum will und diesen Bedarf zu bedienen, ist dabei die tägliche Herausforderung.

Unsere Rezeption

Adel de Meyers Account ist Selbstvermarktung aus dem Lehrbuch. Business- oder Private-Content: Jeder Post sieht so aus, wie so ein Post eben aussehen soll. Beauty Pics, Videos, Quote Cards, Food Porn, Foto-Kombis: De Meyers zieht alle Register und erntet dabei eine relativ konstante Quantität an Reaktionen. Allerdings: Ihre Stärke ist die Makellosigkeit. Ihre Schwäche ist ebenfalls diese Makellosigkeit. Denn Adel de Meyers Account ist auch ein gutes Beispiels dafür, wie vorausschaubar und unorginär typische Influencer-Posts sind. Und das macht es sicher auch ein Stück weit langweilig.

Luana Soares

Instagram: 12,5k | Facebook:  879 | Flickr: 40

Instagram Feed SoaresDie Brasilianerin ist in unserem Quartett die kleinste Spielerin. Neben ihrem Instagram-Account hat Luana Soares keine weitere nennenswerte Social Media Präsenz. Gehört sie dann überhaupt in diese Aufzählung? Durchaus. Denn mit 12.500 Instagram-Abonnenten, ohne weitere digitale Aktivitäten, macht die Reisebloggerin aus Rio anscheinend einiges richtig.

Ihr Tipp

Spiel nach Instagrams Regeln und sei up-to-date mit allen verfügbaren Features: Soares‘ Empfehlung klingt etwas hölzern, trifft aber den Kern. Dafür verfolgt sie vor allem Instagrams offiziellen Blog, um zu verstehen, was der Bilderdienst von seinen Mitgliedern will.

Unsere Rezeption

Soares‘ Social Media-Portfolio weist neben Instagram wenig Diversität auf. Ihre Posts sind auch nicht so vielseitig, wie beispielsweise die auf Adel de Meyers Account. Man könnte niemanden dafür tadeln, wenn hier eine eher skeptische Einschätzung erfolgen würde. Trotzdem funktionieren ihre Posts besser als bei den vorangegangenen Beispielen, heimsen teilweise sogar mehr Likes ein, als Accounts mit der zehnfachen Menge an Abonnenten. Woran das liegen kann?

Ihre Bilder sind hochwertig und entsprechen genau der Ästhetik, die Instagram für ihren Content haben will. Soares setzt auf Menschen, Menschen, Menschen und tagged ihre werbenden Geldgeber vorbildlich richtig. Ein gutes Beispiel dafür, dass Content-Qualität eben die Qualität bedeutet, die das Netzwerk haben will. Und danach richtet sich vermutlich auch Instagrams Algorithmus aus. Das erklärt vermutlich auch, wieso Ibrahim Al-Haidos‘ privater Account (s.o.) erfolgreicher ist, als die Instagram-Seite seines Unternehmens.

Instagram Post diasdeluanaWas wir mitnehmen

Die Beispiele dokumentieren vier essentielle Regeln für den Aufbau eines erfolgreichen Accounts. Zusammengefasst merken wir uns:

  • Basisarbeit: Richten Sie den Account solide und komplett ein. Berücksichtigen Sie prinzipiell, dass Instagram eben ein visuelles Netzwerk ist: Achten Sie auf’s Corporate Design. Und Fotos sollen professionell aussehen. Zur Not helfen dafür auch Filter. Nur sollte hier nicht jedes Mal ein anderer Filter genutzt werden.
  • Content Konsistenz: Schuster, bleib bei deinem Leisten. Egal, ob Sie sich selbst oder Ihr Business vermarkten wollen, bleiben Sie dem Sujet treu, für das Sie geliked werden. Auf diesem Wege bauen Sie auch eine in sich stimmige Community auf.
  • Content Qualität: Man kann etwas irgendwie machen und man kann etwas richtig machen. Die Lektion zur Qualität von Posts lehrt nicht, das ästhetische Maximum immer erreichen zu müssen. Wichtiger ist es, einem bestimmten Best-Practice zu entsprechen. Das Publikum merkt, wenn Sie Ihren Content einfach nur abarbeiten. Keiner mag das.
  • Spiel nach den Regeln: Egal, ob das Netzwerk Instagram oder Facebook heißt, versuchen Sie nicht, mit dem Kopf durch die Wand zu kommen. Hören Sie dem Unternehmen zu und schauen Sie sich an, wohin der Trend geht. Das heißt nicht, dass man alle zwei Wochen die Richtung wechseln soll. Aber wenn es Veränderungen gibt, reagieren Sie drauf und machen nicht einfach so weiter, wie Sie sich das Optimum vorstellen.

 

Artikelbild: Tofros.com (CC0)

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