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Betrunkene Koreaner und digitale Raubvögel – Monatsrückblick Dezember

Kein ruhiger Jahresabschluss: Mißverstandene Nutzungs- bedingungen, steuerflüchtige Manager und betrunkene Koreaner. Dafür werden wir ab jetzt via Twitter gesegnet. Ein paar Dezember-Highlights.

Urbi@Orbi – Der Vatikan ist voll im Zeitplan: Wie angekündigt, widmet sich der Papst jetzt auch dem Twittern. Unter @pontifex freuen sich nun die Nachfolger Petrus‘ über Antworten und vor allem bereits knapp 50.000 Follower. Twittert in Frieden!

Instagrams AGB-Fail – Was ist bloß bei Instagram los? Eine schlecht kommunizierte Änderung der Nutzungsbestimmungen führte dazu, dass schnell das Gerücht aufkam, Instagram wolle in Zukunft User-Bilder verkaufen. Die Nutzergemeinde empörte sich dermaßen, dass wenig später die Novelierung der Nutzungsbestimmungen wieder zurückgezogen wurde. Am Ende gingen der Foto-App auch noch 25 Prozent der User verloren – Instagram dementieren die Zahlen. Da passt die gestrichene Twitter-Einbindung leider ins Bild.

Happy Birthday SMS – Der Short Message Service wird 20: Am 3.Dezember 1992 verschickte der britische Testingenieur Neil Papworth die erste Botschaft. Und trotz der Unkenrufe, WhatsApp und Co. würden langsam das Grab für die Kurznachrichten schaufeln, verschickten die Deutschen 2011 noch 55 Milliarden Nachrichten. Sieht nicht nach baldigem Tod aus!

Facebook User vergeigen Abstimmung – Was harsch klingt, ist leider wahr: Facebook ließ über seine neuen Nutzungsbedingungen abstimmen, mit der Voraussetzung, dass innerhalb von sieben Tagen mindestens 30 Prozent der User sich beteiligen. Die Beteiligung lag aber bei nicht mal 0,1 Prozent. Das Ende vom Lied: Facebook will in Zukunft auf die Abstimmungen verzichten und erwartungsgemäß ist die Empörung groß. Same old song and dance!

QR-Alert – Nicht, dass der pixelige Code es schon schwer genug hätte: Für einen gehörigen Vertrauensverlust sorgen immer häufiger Meldungen von überklebten QR-Codes, die auf Malware-Seiten führen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informierte über die Bedrohung. Die Vorsorgeempfehlungen reichen von Link-URL genau anschauen bis „schauen Sie sich das Plakat genauer an“. Na dann.

Digitaler Adler raubt Kind – Im Dezember sorgte ein YouTube-Video, in welchem ein Adler im Park Mont Royal in Montréal ein Kleinkind packte und einige Meter mitschleppte, für ein Millionen Klicks starkes Aufsehen. Nach kurzer Zeit wurde glücklicherweise bekannt: Der Clip war ein Fake von Filmstudenten, das Werk bekam eine Eins, der Adler kam aus dem Rechner und die Studenten freuen sich über zahlreiche Anfragen von Produktionsfirmen.

IT-Celebs on the run – Im Dezember machten vermehrt die Manager von IT-Unternehmen von sich Reden: Die Betreiber von Reiseportalen und Porno-Seiten geben Anlass zur Vermutung, dass sich bei Internet-Firmen anscheinend gut Kapital vor dem Fiskus verstecken lässt. Ein Anti-Viren-Mogul lieferte dagegen Stoff für einen Krimi: Der Mord an John McAfees Nachbarn zog den Software-Pionier ins Visier der Ermittler. Der Rest ist Geschichte.

Kein Hangover bei Samsung – Hoesik ist ein tiefverwurzelter Brauch in koreanischen Firmen: Was oberflächlich nur nach einem Dinnerabend für die Belegschaft aussieht, stellt sich in der Praxis als beliebtes Saufgelage mit Kneipentour und Karaoke heraus. Das scheint bei Samsung solche Ausmaße angenommen zu haben, dass nun neue Guidelines das exzessive Feiern zumindest einschränken sollen. Prost!

Namen für iBabies – Anscheinend beeinflussen die technologischen Entwicklungen im Alltag auch die Namensgebung für Babies: Laut babycenter.com erfreuten sich die Namen Siri und Mac 2012 einer gestiegenen Beliebtheit – Mac für Jungs (+12 Prozent) und Siri für Mädchen (+5 Prozent). Da es die Namen glücklicherweise wirklich gibt, können sich die Kinder da noch freuen. Andere Menschen nennen ihren Nachwuchs auch schon mal Hashtag.

Kennen Sie noch Lycos? – Zum Abschluss gibt’s noch eine ambitionierte Ankündigung für 2013: Der totgesagte Suchmaschinen-Pionier will wieder mitmischen. Für das neue Jahr plant Lycos.com, mit einer intuitiven Suchmaschine wieder eine Rolle zu spielen. Viel Glück!

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