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Social Media Checkliste für Small Business

Auch wenn mittlerweile viele kleine und mittlere Unternehmen die Notwendigkeit Sozialer Netzwerke verstehen und sie irgendwie einsetzen, beschränkt sich die Passion für die Share-Kultur oftmals auf obligatorisch betriebene Kanäle und statische Strategien. Für ausgereiftere Social-Roadmaps bleiben die Ohren oft verschlossen, weil man sich entweder für zu klein hält oder nicht den Nutzen sieht. Aber ist Social Media für die kleine Bühne nur Provinztheater? Mit Nichten! Social Media für Small Businesses braucht kein großes Budget oder aufwendige Strategien. Es braucht nur zwei Sachen: Einen konsistenten Plan und einen Betreiber, der von seinen eigenen Erfolgen und Niederlagen lernen will. Hier unsere Social Media Checkliste für Small Business Owner.

Social Media Checkliste für Small Business OwnerCheck 1 – Solides Fundament, authentisches Gesicht

Die Nummer Eins auf der Checkliste ist bereits der dickste Brocken: Der Grundstein für alles, was auf Social Media passieren soll, ist eine solide und authentisch aufgestellte Präsenz – gleich auf welchem Kanal. Dazu gehören drei Dinge: 1. Wasserdicht optimierte Seiten, 2. ein überzeugendes Erscheinungsbild und 3. das angemessene Verhalten. Für die ersten beiden Punkte brauchen Sie vorraussichtlich fremde Hilfe: Das Eröffnen und Einrichten eines Accounts bzw. einer Seite, ist zwar keine Raketenwissenschaft, birgt aber einige Fußangeln. Vergessen Sie vor allem bei Local Businesses nicht die Geo-Daten.

Lady_laptopFür das überzeugende Erscheinungsbild, brauchen wir zunächst den visuellen Grundbaukasten der Markenbildung. Dazu gehört natürlich ein Logo wie auch ein paar repräsentative Bilder. An dieser Stelle sollten Sie auch grundsätzliche Strategieaspekte einfließen lassen: Sie kennen sich und Ihr Business selber am besten. Entscheiden Sie also über eine konsistente Linie, der Sie folgen wollen, um sich so darzustellen, wie Sie gesehen werden wollen.

Nun sollten Sie Ihrem Online-Alter Ego Leben einhauchen. Beteiligen Sie sich am Netzleben und nutzen Sie Ihre Aktivitäten, Ihrem Profil etwas mehr Kontur zu verleihen. Mit Bildern können Sie Produkte vorstellen, aber auch einen Blick hinter die Kulissen erlauben, der Sie etwas „menschlich plastischer und greifbarer“ macht. Links können zeigen, dass Ihr Business nicht nur eine Einnahmequelle ist, sondern eben Ihr Thema. Und Sie können mit eigenem Content selber zu einem Teil des Kompetenz-Fundus des Netz‘ werden. Sie müssen sich nicht zwangsläufig an Debatten beteiligen, aber Feedback sollten Sie schon geben. Und vergessen Sie nicht, dass Sie keine Privatperson sind, sondern als Ihre eigene Marke sprechen.

customer_friendsCheck 2 – Werden Sie sichtbar

Für Small Businesses gilt: Sie brauchen nicht viele Fans, sondern die richtigen Fans. Die Faustregel sagt, dass jeder Facebook-Nutzer im Schnitt 100 Freunde hat. Und diese Menge rekrutiert sich nicht nur aus privaten Freunden mit ähnlichen Interessen, sondern oftmals auch aus Arbeitskollegen oder Geschäftskunden. Wenn Sie also die richtigen Fans aktivieren, erreichen Sie im Idealfall jeweils 100 minus X weitere potentielle Kunden.

geo_pinEine beliebte Beispielaktion aus dem Einzelhandel, etwas sichtbarer zu werden und Kunden anzuziehen, ist die Belohnung für Check-Ins oder getaggete Selfies im Laden – beispielsweise „10 % auf den Einkauf“ oder „5 Euro Rabatt“ auf den Haarschnitt, wenn der Kunde bei Ihrem Geschäft auf Facebook eincheckt oder Sie in einem anderen Posting taggt. Schauen Sie auch, ob Facebook überhaupt der richtige Kanal ist: Bekanntermaßen sind beispielsweise für Gastro- oder Touristikbetriebe andere Netzwerke ebenso wichtig.

Berücksichtigen Sie auch alle Optionen, die Ihnen Ihre Postings bieten. Hashtags funktionieren gerade bei Twitter und Instagram großartig. Dafür erreichen Sie auf dem Zuckerberg-Netzwerk gute Resultate mit dem Geo-Tagging. Wenn Sie mit Ihrem Business primär lokal arbeiten, sollten Sie jede Option nutzen, die Sie via Geo-Daten findbarer macht.

networking_groupCheck 3 – Netzwerk erweitern

Wir wissen aus verschiedenen Studien, dass B2B-Unternehmen LinkedIn oder Xing bevorzugen. B2C-Unternehmen wählen Facebook als primäres Social Media-Jagdrevier. Denken Sie nicht so schwarz-weiß, sondern überlegen Sie eher, wie Sie von welchen Netzwerken profitieren können.

Auch wenn Sie primär auf Privatkunden fokusiert sind, birgt die Vernetzung mit Leuten Ihres Geschäftsfelds und naher Branchen viele Mehrwerte: Updates aus Ihrem Geschäftsfeld, Lösungshilfe bei Problemstellungen, Ideen für eigene betriebliche Veränderungen oder auch die Vermittlung neuer geschäftlicher Kontakte.

business_suitDas B2B-Segment spricht vielleicht, oberflächlich betrachtet, vorrangig Firmenkunden an. Aber es gibt kaum ein Business, welches keine Außendarstellung für die breite Öffentlichkeit gebrauchen kann und überhaupt keinen Kontakt zum Endverbraucher hat. Business-Netzwerke können Sie relevant machen – Facebook & Co. machen Sie präsent und sichtbar. Wenn Sie zunächst keinen größeren Nutzen sehen, reicht es auch, die Seite einmal die Woche zu aktuallisieren. So halten Sie sich zumindest einen weiteren Empfangskanal offen, oder zwei, oder drei.

Check 4 – Das Portfolio sortieren

Während Check 1 bis 3 vorrangig Präsenz und Performance ansprechen, geht es nun um die strukturelle Seite. Und die ist recht eng mit der Gesamtstrategie, die Sie online verfolgen wollen, verbunden. Welches strukturelle Modell Sie wählen, hängt individuell von Ihrem Business ab. Hier entscheidet sich auch, welcher Content zur Verfügung steht und wo er am besten zum Einsatz kommt.

network_portfolioWenn Sie einen Online-Shop oder eine eigenständige Seite haben, wissen Sie schon, wo Ihr Zentrum liegt und wohin der Traffic von den Sozialen Kanälen führen soll. Wenn sie keinen Shop betreiben, ist Ihre Website der Ort, wo Sie sich so darstellen können, wie Sie es wollen. Dazu darf auch gerne ein Blog gehören, der Content zum Posten liefert und die Schärfung Ihres Profils fördert.

Das ist jedoch nur das klassische Modell. Es gibt nicht wenige Spieler, die Ihr Business komplett social betreiben. Beispielsweise der Grafiker, der einen Shop bei Shirtinator hat, seine Arbeiten bei Instagram ausstellt, die Kundenkommunikation über Facebook reguliert, bei DeviantArt seine künstlerische Tiefe auslebt und bei tumblr über Gott und die Welt bloggt.

Das Modell eignet sich natürlich nur für ausgesuchte Unternehmungen, aber es zeigt, dass Sie einzelne Bereiche auch auslagern können. Genauer betrachtet ist dieses Auslagern sogar eher ein Vernetzen, denn Sie machen sich dort sichtbar, wo Sie gesehen werden wollen: Das Whitepaper auf LinkedIns SlideShare, das Geschenk-Set auf Pinterest mit Link zum Shop, die Bilder einer Austellung auf dem Instagram-Account eines Museums. Verstehen Sie die verschiedenen Kanäle nicht einfach als Dienstleister oder Online-Plattform, sondern als die virtuellen Orte, an denen Sie echte Menschen finden – mit echten Interessen, weshalb sie ja an diesen Orten sind. So wird ein Schuh draus.

woman_stressCheck 5 – Nicht den Überblick verlieren

An diesem Checkpoint heißt es durchatmen und die Antwort auf eine zwangsläufige Frage geben: Wie soll ich das alles denn nebenher noch machen? Gute Frage, aber des Problems Lösung ist einfacher als gedacht. Sie müssen Ihre Social- oder Online-Strategie dokumentieren und vor allem Workflows entwickeln.

Beim Hausbau fangen Sie auch nicht mit dem Dach an, sondern mit dem Fundament – Fertighäuser gibt es im SocialWeb nicht. Und rufen Sie sich immer wieder in Erinnerung, dass Geduld eine wertvolle Tugend ist – Erfolge stellen sich manchmal erst nach Wochen oder Monaten ein. Wichtig ist, einfach am Ball zu bleiben.

check_listWenn die Infrastruktur steht, können Sie mit der Verkehrsplanung weitermachen. Nicht zu viele Kanäle auf einmal in Angriff nehmen und für die Zeitplanung überlegen, welchen Content Sie wie oft liefern können. Erweitern Sie das Portfolio der Kanäle dann, wenn es sich anbietet. Sonst tappen Sie in die Falle, Kanäle zu öffnen ohne eine praktische Verwendung zu haben. Setzen Sie sich einmal die Woche für eine Stunde hin und überlegen sich, mit welchem Content Sie die Struktur in der kommenden Woche füttern wollen.

Egal wie klein Sie sind, führen Sie von Zeit zu Zeit Erfolgskontrollen durch. Sie müssen ja keine aufwendige ROI-Kalkulation erstellen, jedoch sollten Sie kurz- und langfristige Ziele festlegen und dokumentieren, wieviel Zeit oder Geld dafür investiert wird. Übersehen Sie aber auch nicht, dass selbst halbzufriedenstellende Ergebnisse immer noch Erkenntnisse über etwaige Schwierigkeiten oder Fehler, die gemacht wurden, liefern. Problemstellungen, die man vorher gar nicht auf dem Schirm hatte, können so freigegraben werden. Und erlauben Sie sich ruhig zu scheitern, denn es gibt keine perfekten Blaupausen im SocialWeb. Der einzige Fehler ist, nicht aus seinem Scheitern zu lernen.

 

Artikelbild: Socialmediakonzepte.de

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