Im Januar 2020 befand ich mich in der Endphase meines Studiums. Neue Abenteuer standen bevor. Als ich bei Social Media Konzepte anfing, ahnte ich nicht, wie schnell ein Jahr vergehen würde. Noch weniger ahnte ich, dass es ein Pandemie-Jahr und damit ein Jahr im Home Office werden würde. Zeit, eine erste Bilanz dessen zu ziehen, was ich gelernt habe.

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Zum Start am 1. Januar war ich bereits gelernte Fotografin und am Ende meines Studiums. In dieser Zeit habe ich mir Gedanken gemacht, wie es danach weitergehen soll. Als ich in einer Facebook-Gruppe meines Studienganges die Stellenanzeige sah, wusste ich: Das ist es! Dort stand sogar, dass eine Übernahme nach der Teilzeit-Beschäftigung möglich sei. Sofort setzte ich mich an die Bewerbung. Alles lief gut. Inzwischen habe ich mein Studium beendet und arbeite in Vollzeit.

Was es bringt, eine eierlegende Wollmilchsau zu sein

Home Office für Profis
Home Office für Profis

Das wichtigste Learning für mich: Es bringt immens viel, eine eierlegende Wollmilchsau zu sein. Ständig neue Trends im Auge behalten. Einfach mal machen, anstatt zu lange über etwas nachzudenken. Dabei strukturiert vorgehen. Dieser Beruf ist kein Job, bei dem eine Ausbildung genügt und dann ist alles gelernt. Es ist notwendig, am Ball zu bleiben und sich immer wieder auf neue Themen und neue Technik einzulassen.

Ich dachte vorher immer, dass irgendwann doch zu einer bestimmten Angelegenheit alles gesagt sein müsste. Von wegen. Ich habe gelernt, zu ein und demselben Thema immer wieder neue Inhalte zu kreieren. Das ist das Schöne an Social Media. Es kommen Trends oder Reaktionen, die dann wieder Stoff für neue Beiträge sind. Außerdem gestalten die User den Content mit. Hier benötigt es ein hohes Maß an Empathie. Es gehört dazu, sich auf das Netzwerk der Branche einzulassen und mit diesem in Kontakt zu treten. Daher ist ein gewisses Maß an Spontaneität auch immer empfehlenswert.

Das Grundwissen brachte ich mit

Judith beim Fototermin für einen Kunden
Beim Fototermin für einen Kunden
Neues Equipment im Konfi testen
Neues Equipment im Konfi testen

 

 

 

 

 

 

Die Grundvoraussetzungen meines neuen Berufs waren aufgrund meiner Ausbildung, meines praktischen Studiums und verschiedenen Jobs in Redaktionen und Kommunikationsabteilungen kein Neuland für mich. Für mich war schon immer klar, dass ich mich auf Social Media spezialisieren möchte. Denn dort kann ich alles umsetzen, was ich gerne mache: Fotografieren, Schreiben, Grafik, Videos, Konzeption, Planung, Orga. Die Liste könnte ich endlos weiterführen. Schon der Name von Social Media Konzepte versprach die Erfüllung meiner beruflichen Wünsche. Außerdem hatte ich bis dato noch keine Agentur von innen gesehen und wollte diese Erfahrung unbedingt noch machen.

Ohne Projektmanagement geht’s nicht

Um bei all den verschiedenen Auftraggebern und Themenbereichen den Überblick behalten zu können, sind Projektmanagement-Tools nötig. Von vorherigen Jobs kannte ich, dass alles per E-Mail und mit persönlichen Absprachen geregelt wurde. Meistens fand einmal in der Woche ein Jour-Fixe statt, um aktuelle Themen und Aufgaben zu besprechen. Aber bei verschiedensten Kunden mit sich schnell ändernden Themen und Trends ist das nicht ausreichend.

Ein Screenshot: Mit dem Programm Stackfield organisieren wir unsere Aufgaben
Mit Stackfield organisieren wir unsere Aufgaben

Woran arbeiten die Kollegen?

Zu meinem aktuellen Alltag gehört die morgendliche Redaktionskonferenz. Alle machen sich Kaffee (ich bin die Ausnahme und mache Tee, meine Liebe dazu kann hier nachgelesen werden) und setzen sich zusammen. Anfang 2020 noch im Konfi der Agentur, aktuell nur virtuell. Es ist sinnvoll, zumindest grob zu wissen, woran die anderen heute arbeiten. So behalten wir bei allen Projekten den Überblick. Dadurch weiß man auch, ob es Sinn macht, bestimmte Personen mit Fragen zu löchern, oder es eben zu lassen, da für diesen Tag eine wichtige Deadline ansteht.

So viele verschiedene Unternehmen wollen Social Media

Als ich in der Agentur angefangen habe, ist mir aufgefallen, was für verschiedene Unternehmen in unterschiedlichen Segmenten es gibt. Klar ist mir bewusst, dass es viele Branchen gibt, aber im Alltag sorgt die eigene Filterblase dafür, viele Themen gar nicht so richtig mitzubekommen. Online vertreten sein kann aber eben jeder! Ganz gleich, ob kleine Band oder große internationale Konzerne.

Ad-Kampagnen sind eine Kunst für sich

Screenshot der Optionen im Facebook-Werbeanzeigenmanager
Optionen im Facebook-Werbeanzeigenmanager

Spannend wurde es, als es um das Thema Ad-Kampagnen ging. Das war für mich totales Neuland. Ich habe am Anfang überhaupt nicht durchgeblickt, worin sich die verschiedenen Ads und Kampagnenarten unterscheiden. Like Ad, Traffic Ad, Interaktions-Ad. Und was war jetzt nochmal eine Lead-Ad? Und wie – bei LinkedIn geht das auch? Und was genau hat eine Landingpage damit zu tun? Mit solchen Themen habe ich mich vorher überhaupt nicht befasst – im Studium war das auch nicht Thema. Als ich dann das erste Mal damit in Berührung kam, fühlte ich mich prompt total erschlagen und fuhr zum Feierabend mit rauchendem Kopf nach Hause.

SEO ist mehr als das richtige Keyword

Nicht weniger spannend: das Thema Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO. Für Landingpages oder das Agentur-Blog habe ich Texte verfasst. Ich wusste, dass für SEO bestimmte Keywords häufig in Text und Bildern auftauchen sollten. Aber die Kunst, so habe ich mittlerweile gelernt, liegt darin, den Text so zu verfassen, dass er sich auch noch schön lesen lässt – trotz der vielen Keywords.

Google-Suche von SEO-Keywords
Es geht nicht nur um Keywords

Wer Wissen vermittelt, muss das Thema beherrschen

Heute ist das alles ganz normal für mich. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass bestimmte Begriffe wie CTA, CPM oder Thruplays für mich selbstverständlich geworden sind. In Kundenmeetings kann ich zu diesem Themen beraten und verstehe nicht wie zu meinen Anfängen nur Bahnhof. Heute arbeite ich eng mit Kunden zusammen und bin in Workshops dabei.

Screenshot eines Social-Media-Workshops per Zoom
Voller Einsatz im Zoom Workshop

Um das alles zu können, ist Hintergrundwissen erforderlich. Das musste ich mir erst einmal aneignen! Ich merke: Je mehr ich weiß, desto eher bin ich auch in der Verantwortung, Aufgaben an Kollegen zu delegieren und Zusammenhänge zu erklären. Das Erklären gilt gerade auch für Workshops: Ich musste lernen, dass Teilnehmende häufig lange nicht das gleiche Wissen in Bezug auf Social Media haben, wie ich. Es hilft, die Grundlagen Schritt für Schritt zu erläutern und sich an die eigenen Anfänge zu erinnern. Da wusste ich das alles schließlich auch nicht so detailliert. Und wer weiß, vielleicht schmunzle ich ja in einem Jahr über meine Unwissenheit von heute. Ich werde berichten, was ich bis dahin gelernt habe!

Aus der Agentur

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