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Facebooks Open Graph – Das Ende der editierbaren Snippets

Open Graph API

Nun ist es also raus: Vorschau-Snippets von Links sind ab dem 18. Juli auf Facebook nicht mehr individuell editierbar. Das heißt, Fotos, Überschriften und Beschreibungen sind nur noch so publizierbar, wie sie von den Open-Graph-Meta-Tags der Website vorgegeben werden. Schlechte Nachrichten für Publisher. Auch wenn die Meldung jetzt erst die Runde macht, ist das Dilemma bereits seit ein paar Wochen bekannt. Verwirrend ist zudem das merkwürdige Verhalten seitens Facebook. Was die Veränderungen in der Praxis bedeuten, was man unternehmen kann und was noch erwartet werden darf – wir versuchen, aufzuklären.

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Rot umrahmt die drei Bereiche, um die es geht.

Kreuzzug gegen Clickbaiting und Fake-News

Vorschaubilder austauschen, Überschriften individuell gestalten und Artikelbeschreibungen entfernen oder abändern – ab dem 18. Juli schaltet Facebook diese Funktionen ab. Das Netzwerk verkauft die Änderung im Open Graph als Schritt im Kampf gegen Clickbaiting und Fake-News, zumal Social-Postings für diese Zwecke gerne reaktionswirksam überdreht werden. Gute Intention, aber was ist mit den Publishern, die diese Funktionen brauchen, um kompakter zu publizieren, um Updates schneller zu verwalten oder auch zum Ausbessern von Glitches in der Vorschau? Facebooks Lösung ist nicht elegant – später mehr.

Open Graph – Was sich konkret ändert

Da sich Facebook zu den Neuerungen im Open Graph nur sehr schwammig äußert, ist schwer zu sagen, wo wir am Ende landen werden. Zum aktuellen Zeitpunkt kann man die Veränderungen auf zwei Punkte reduzieren:

  • Die Editierbarkeit der Snippets wird im UI von Facebook, also direkt auf der Seite, bereits am 18. Juli eingestellt.
  • Links, die durch APIs gepostet werden, also Publisher, die Tools von Drittanbietern nutzen, sollen noch bis Oktober 2017 verschont werden.

Der zweite Punkt muss als zartes Zugeständnis verstanden werden. In der Bestätigung des Änderungsprotokolls zeigte das Netzwerk bereits Verständnis für die Lage der Publisher und versprach, in Kürze Lösungen für Ersatzfunktionen anzubieten. Offensichtlich geht man seitens Facebook auch davon aus, dass Publisher primär mit Tools statt Direkteingaben arbeiten.

check_listWas kann man machen?

Facebook holt sich für die Vorschau-Snippets weiterhin die Meta Tags. Laden Sie vielleicht schon mal Ihre Entwickler auf ein erfrischendes Kaltgetränk ein und sprechen mit ihnen über den Open Graph auf ihrer Website. Für den schnellen Selbsttest und Leute, die auch fremde Links posten, können Sie erstmal den Debugger (>>) nutzen und verschiedene Seiten Ihrer Website testen.

Was man auf jeden Fall im Hinterkopf behalten sollte: Open-Graph-Meta-Tags werden von Facebook bis zu 24 Stunden gecached. Sollten Sie zwischen Planungs- und Publikationszeitpunkt also noch einmal Veränderungen am Text vornehmen, kann es vorkommen, dass diese erst sehr spät übernommen werden.

Chronologie einer Salamitaktik

Bereits Ende Juni fiel den guten Leuten von swat.io im Änderungsprotokoll der Graph API auf, dass die Funktionen abgeschaltet werden sollen. Zunächst sah es so aus, dass davon nur Drittanbieter wie eben swat.io oder auch Hootsuite betroffen seien. Auf Anfrage des Dienstleisters bekräftigte Facebook erst, dass man die Editierbarkeit von Snippets nicht einstellen würde. Wenige Tage später bekräftigten Zuckerbergs allerdings die ursprüngliche Aussage des Änderungsprotokolls. Wer davon genau betroffen sein würde, konkretisierte das Netzwerk nicht. Swat.ios ursprünglicher Blogbeitrag wurde mittlerweile achtmal aktualisiert und zeichnet ein enttäuschendes Bild von Facebooks nebulöser Kommunikationspraxis.

Beim Blick auf das geplante Datum, müssen einige Admins wohl schmerzhaft lachen. Seit dem das Thema die virale Runde gemacht hat, melden sich vermehrt Betroffene, API- wie UI-Nutzer, die bereits jetzt von den Veränderungen kalt erwischt wurden. Und da man zur Zeit schwer erkennen kann, was Bug und was planmäßige Veränderung ist, darf man gespannt bleiben, was sich faktisch am 18. Juli ändern wird. Die tüchtigen Wichtel vom Zuckerberg haben sich selbst erstmal in Zugzwang gebracht. Bis Oktober soll eine Lösung für Publisher vorliegen.

Für Updates empfehlen wir den Blogpost von swat.io >> hier

 

Artikelbild: Socialmediakonzepte.de

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