Wer hätte das bei dem Hype gedacht? Bislang haben nur rund ein Viertel aller Deutschen vom Metaverse gehört (27 %). Das geht aus einer aktuellen Trendstudie des Digitalverbands Bitkom hervor.

Die im August unter dem Titel „Zukunft der Consumer Technology 2022“ veröffentlichten Zahlen weisen aber immerhin eine Steigerung auf. Im Februar dieses Jahres hatten erst 17 Prozent den Begriff Metaverse wahrgenommen. Ebenfalls interessant:

  • 13 Prozent der Befragten haben schon mal vom Metaverse gehört, können aber nicht genau sagen, was das eigentlich sein soll.
  • 9 Prozent trauten sich zu, die Bedeutung von Metaverse zu nennen. 
  • Nur 5 % geben an, erklären zu können, worum es beim Metaverse tatsächlich geht.

Schnittpunkt zwischen realer und virtueller Welt

Der Verband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom selbst erklärt das Metaverse so: „Unter dem Metaverse versteht man eine virtuelle, dreidimensionale Erweiterung der realen Welt, in der man als digitaler Zwilling oder Avatar lebt und künftig eventuell auch arbeitet und alltägliche Aktivitätenunternimmt, z. B. eine Universität oder ein Konzert besucht. Es gibt zahlreiche Verbindungen mit der realen Welt: So können im Metaverse mit realem Geld virtuelle Güter gekauft werden. Hinter Avataren verbergen sich reale Personen, hinter virtuellen Maschinen reale Anlagenparks im Sinne eines digitalen Zwillings.“

Metaverse - die Bekanntheit steigt, ist aber nicht sonderlich hoch. Grafik: bitkom

Netz ermöglicht Zugang zur virtuellen Welt

Zugang zum Metaverse hat man aktuell über das Internet, am PC, übers Smartphone oder auch mit Virtual-Reality-Brillen. Der Anteil der sogenannten erweiterten Realität (Augmented Reality) soll dabei sukzessive wachsen. 

Einmal ins Thema Metaverse eingeführt, konnten sich die Teilnehmer an der Bitkom-Studie zu weiteren Fragen äußern:

  • Etwa ein Viertel (27 Prozent) der Befragten kann sich vorstellen, im Metaverse shoppen zu gehen.
  • 22 Prozent würden sich dort mit Freundinnen und Freunden verabreden. Ebenso viele würden dort Konzerte besuchen.
  • Ein Fünftel (19 Prozent) wünschst sich, dass ihre virtuellen Abbilder (Avatare) so aussehen wie die Nutzer selbst. Die Hälfte (51 Prozent) will genau das nicht.
  • 18 Prozent der Befragten können sich vorstellen, Schulen, Unis oder andere Bildungseinrichtungen im Metaverse zu besuchen.
  • 55 Prozent äußern allerdings die Sorge, dass durch das Metaverse eine virtuelle Parallelwelt entsteht und 48 Prozent macht diese Vorstellung sogar Angst.

Digitalwirtschaft sieht neue Absatzmöglichkeiten

Angst? Nicht in der Digitalwirtschaft. Die kann die Weiterentwicklung des Konzepts kaum abwarten und kritisiert vielmehr, dass man in Deutschland nicht ausreichend auf dieses „neue digitale Ökosystem“ vorbereitet sei. Das sagen laut einer Untersuchung des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) jedenfalls 82 Prozent der befragten Entscheider aus der Digitalwirtschaft. 78 Prozent prognostizieren zugleich ganz neue Möglichkeiten für den e-Commerce und 65 Prozent sehen im Metaverse einen Wachstumsmotor für die gesamte Wirtschaft. 

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