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Tweet-Threads – Gebündelter Content für mehr Reichweite und Engagement

Ende 2017 hat Twitter das Thread-Feature eingeführt. Mit der Funktion lassen sich mehrere Tweets in einem gebündelten Strang posten. Der kann später auch noch um weitere Beiträge erweitert werden. Das Feature gehört leider nicht zu den häufig genutzten Optionen im Twitterversum. Dabei ist das Tool eine exzellente Lösungen für spezielle Anwendungen. Wie Sie Tweet Threads nutzen und in welchen Fällen Sie davon profitieren lesen Sie in unserem kurzen Überblick.

Tweet-Threads – Überfälliges Tool für alte Praxis

Wenn wir ehrlich sind, ist Twitter nicht gerade als sprudelnde Quelle innovativer Ideen bekannt. Das alte Micro-Blogging-Prinzip hat sich seit der Geburt des Netzwerks nicht großartig verändert und neue Features sind leider auch eher selten. Dieser Umstand hat Nutzer des Zwitscherdienstes immer wieder gezwungen, eigene kreative Lösungen zu finden. Um beispielsweise mehr Content zu posten, als es die Zeichenbegrenzung erlaubt, wurde oftmals der Kommentarbereich genutzt, um den verfügbaren Raum zu erweitern.

Für diese Praxis hat Twitter im Dezember 2017 die Tweet-Threads eingeführt: Erstellt man einen Tweet, so kann man über das runde Plus-Zeichen weitere Tweets an diesen Post anheften. Diese lassen sich im Thread wie jeder normale Tweet gestalten, also mit Bildern, Videos, Gifs oder Links. Der Thread lässt sich auch später noch auf insgesamt 25 Tweets erweitern. Klickt man auf einen dieser Tweets, wird dieser sofort an seinem chronologischen Platz im Thread angezeigt.

Der Funktionstest

Buffer hat kürzlich getestet, ob Threads auch zu mehr Reichweite führen (hier). Dem Versuch ging die Frage voraus, wie Reichweite und Engagement gesteigert werden können. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Tweets mit Links offensichtlich weniger Reichweite bekommen. Zudem fehlt es vielen Marketern auch an Lösungen, wenn mehr Content auf Twitter nativ verbreitet werden soll.

Der Test ergab, dass Threads sowohl Reichweite als auch Engagement steigern können. Link-Tweets haben im Test tatsächlich, mit signifikant weniger Klicks, schlechter abgeschnitten. Dies zog die Performance des gesamten Contents jedoch nicht runter. Offensichtlich reagieren Nutzer positiv darauf Inhalte native, also auf einen Blick, in einem Netzwerk zu bekommen. Ein Tweet mit Link wird für sich also schlechter performen, aber nicht den gesamten Thread, in welchem er auftaucht, runterziehen. Klicken Sie auf den Tweet unter dem Absatz, um den Thread von Buffer zu sehen.

https://twitter.com/buffer/status/1042986286041128961

Gehet hin und seid kreativ

Um die Leistungsfähigkeit der Threads zu testen, haben Buffer einen Tweet-Strang gebaut, der noch mehr dokumentiert: Mit dem ersten Tweet teasern sie das Thema der folgenden Beiträge. In den Folgetweets werden dann verschiedene Informationen dieser Story für sich gepostet. Was wir damit haben, ist ein feines narratives Storytelling-Werkzeug, was einen Thread nahezu in einen eigenen Blogpost verwandeln kann.

Denkt man die Idee der Funktionalität weiter, so ergeben sich noch weitere Anwendungsmöglichkeiten. Dies sind nur vier Beispiele, die uns auf Anhieb eingefallen sind. Wer noch andere Ideen hat, darf im Kommentarbereich gerne Anregungen hinterlassen.

Anwendungsmöglichkeiten

Storytelling:

Wie bereits im letzten Abschnitt zum Buffer-Thread erläutert. Posten Sie nicht einfach den Link Ihres Blogpost. Teasern Sie doch mehrere Informationen des Artikels und fügen den Link dann im letzten Tweet mit ein. Das eröffnet auch die Möglichkeit, mehr und verschiedenere Hashtags einzufügen und so mehr Sichtbarkeit für einzelne Teile des Threads zu generieren.

Ticker:

Gerade im Nachrichtenbereich gibt es immer wieder Events, die laufend Aktualisierungen mit sich bringen. 25 Tweets könnten bei Fußballspielen etwas knapp werden. Aber wenn es beispielsweise um Parteitage, große Demonstrationen oder Suchaktionen geht, können Themen und ihre Updates sehr gut gebündelt werden. Nach dem gleichen Prinzip können auch Unternehmen ihre Aktivitäten auf Messen begleiten.

Event-Organizer:

Apropos Messen. Veranstaltungen, auf denen es viele unterschiedliche Events gibt, können mit Threads eine Art Programm-Übersicht erstellen. Das gilt auch für Festivals, auf denen viele Bands spielen oder andere künstlerische Darbietungen stattfinden.

Content-Serien:

Möchte man mehrere Beiträge unter einem übergeordneten Thema veröffentlichen, geht dies auch wunderbar mit Threads. Ein gutes Beispiel, wenn auch aus einem traurigen Anlass, zeigt dieser Tweet von @glaad: Zu einem Transgender-Gedenktag wird hier der Thread genutzt, um die Opfer der Community einzeln vorzustellen.

 

Artikelbild: socialmediakonzepte.de

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