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Supercool und der falsche Wolf – Monatsrückblick Februar

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Heiliger BimBam – im Februar hat es aber mal richtig geklingelt. Viel Politik, viele Corporate-Nachrichten und auf jeden Fall eine sehr lebhafte Netzgemeinde. Da wird unser Monatsrückblick wohl etwas länger werden. Also, Popcorn rausholen, drei, zwei, eins – hier kommt der Februar.

Wladimirs Ego Show – Im Februar begonnen, im Februar beendet: Zwei Wochen olympische Medaillenjagd haben natürlich auch Spuren im Netz hinterlassen – kein Wunder, wenn Sportler, Medien und Fans alle Kanäle gleichzeitig befeuern. Was auf Twitter los war, haben wir bereits angerissen (Twitter-Karte). Aber da war auch noch Googles Regenbogen-Doodle oder der gefakte Wolf im Mannschaftslager. Um ehrlich zu sein, haben wir aber keine große Lust, den Olympischen Spielen weitere Aufmerksamkeit zu schenken. Aus einem einfachen Grund: Das Intenationale Olympische Komitee (IOC) hat keine Mühen gescheut, sich dem egomanen Veranstalter Putin anzupassen, und den Sportlern eine Social-Media-Zensur aufgedrückt. Sportler sollten nicht die Rolle von Journalisten einnehmen – mit anderen Worten: Keine Politik. Keine kritischen Bemerkungen. Und ja Nichts zu privates. Also, bitte schön lächeln und lass mal Fünfe grade sein. Ach, das gilt übrigens nicht nur für Sportler – Journalisten sollten sich auch mit der kritischen Berichterstattung zurückhalten. Wem jetzt noch nicht das Essen hochgekommen ist, kann sich diese Richtlinien mal ganz genau durchlesen (IOC Richtlinien PDF).

Link(e) Touren – Websites durch bezahlte Links pushen und so den PageRank „austricksen“ – laut Google nicht die feine Englische und darüber hinaus eine Verletzung der Nutzungsrechte. Die SEO-Szene rechnet schon seit längerem mit Eingriffen durch Google – und so ist es jetzt auch gekommen. Ziel der Säuberungsmaßnahmen sind Linknetzwerke, welche beim raschen Linkbuilding maßgeblich hilfreich sind. Welche Ausmaße das für SEO-Agenturen haben wird ist noch nicht in Gänze abzusehen.

Die erste Dekade is‘ rum – Happy Birthday Facebook. Zuckerbergs Gesichtsregister hat die ersten 10 Jahre hinter sich und wir müssen schon sagen: Eine klare Erfolgsgeschichte. Unser Special zum runden Geburtstag findet ihr hier. Als kleines Geschenk an die Facebook-Gemeinde, führte das Netzwerk eine nette Funktion ein, mit deren Hilfe sich aus eigenen Postings automatisiert ein melancholisches Lookback-Filmchen basteln lässt. Hier ist Zuckerbergs Best-Of Filmchen – immerhin ist er ja sozusagen das erste Mitglied des Netzwerks. Und ein Klischee wird auch bestätigt: Wenn Nerds eine Freundin haben, zeigen sie das auch gerne. #hihi

Shopping Tour – Und noch mal Facebook: Der Herr Zuckerberg hat WhatsApp gekauft. Wer Details will – die gibt’s an jeder Ecke. Wir schreiben den Kaufpreis, der die Analysten verwundert (wer hätte es gedacht), mal aus: 19.000.000.000 Dollar. Das sind nach aktuellem Kurs 13.854.800.000 Euro, 1.932.965.000.000 japanische Yen oder auch 680.086.000.000 russische Rubel. Auf jeden Fall ein surreal riesiger Haufen. Der Übergang von WhatsApp in die Zuckerberg-Sammlung hat natürlich die redundante Debatte um die Datensicherheit revitalisiert. Amüsanterweise hatte genau das einem Dritten genutzt: Wer WhatsApp-Konkurrent Threema bisher noch nicht kannte – jetzt kennt jeder das Alternativprodukt.

Früchtchen des Zorns – Die GEMA hat sich in den letzten Jahren nicht viele Freunde unter den Netzbewohnern gemacht. So ist die Meldung, dass man jetzt auch beabsichtigt, für das Einbetten von YouTube-Clips Gebühren zu erheben, für viele weniger skandalös als mehr eine difuse Bestätigung. Und man glaubt dann auch solche Horrormeldungen wie die, dass die GEMA den Live-Stream vom ukrainischen Maidan abgeschaltet habe. Aufklärung: Die Euromaidan-Meldung der BILD-Zeitung war frei erfunden und wird für Springer wohl auch Konsequenzen haben. Das hält natürlich die üblichen Verdächtigen nicht davon ab, dies weiter zu glauben und auf der Basis gegen Gott und die Welt (und die Demokratie) zu wettern. Und zu den Gebühren für das Einbetten von Clips: Laut GEMA gehe es um eine Prüfung des EuGH, die selbst wenn sie bestätigt würde, noch keine zwingenden Konsequenzen nach sich ziehen soll. Wird also doch nicht alles so heiß gegessen wie es (hoch)gekocht wird.

Flap, Flap, Flap… – Ein simples Spiel in alter Nintendo-Ästhetik hatte in der zweiten Hälfte von 2013 langsam aber stetig die Herzen von Smartphone- und Tablet-Besitzern erobert: Flappy Bird war eines der erfolgreichsten Spiele der App-Stores – und wurde auf seinem Höhepunkt von seinem vietnamesischen Entwickler Dong Nguyen aus dem Verkehr gezogen. Der altruistisch klingende Grund: Es mache süchtig und verfehle daher seinen Zweck, nur ein Gelegenheitszeitvertreib zu sein. Nun gut. iTunes und Play sperren mittlerweile alle Klone aus, die auch nur das Wort Flappy im Titel tragen. Das zeigt, dass der Hype ungebrochen ist. Die Trauerphase trägt aber auch kreative Früchte: Fawn Qiu hat eine mechanische Version des Spiels gebastelt – wie der Clip beweist: Suchtgefahr inklusive.

Quellvermerk Chaos – Alle Online-Redakteure sollten sich kurz mit einem aktuellen Urteil des LG Kölns beschäftigen. Die Kölner Richter urteilten im Verfahren gegen den Bilderdienst Pixelio, dass der Quellvermerk unmittelbar mit dem Bild verbunden sein muss. Die Einhaltung der Lizenzbedingung, eine direkte Verlinkung mit der Quelle oder auch die Quellenangabe unter dem Bild, haben nach  dem Urteil nicht ausgereicht. Der Fall erscheint widersprüchlich und verwirrend. Daher unser Tipp: Informiert euch!

Osmanische Netzstörung – Wie oft mussten wir Herrn Erdogan schon zitieren? Er halte Twitter und Facebook für Machwerke des Satans und ließe Blogger von Polizei und Geheimdiensten verfolgen. Kaum zu glauben, dass das noch zu toppen ist. Doch ab jetzt wird die Gangart noch mal verschärft: Die „Telekommunikations-Aufsichtsbehörde“ darf nun eigenmächtig und ohne Gerichtsbeschluss Seiten schließen. Dumm nur, dass Herr Erdogan YouTube nicht schließen kann. Dort tauchte nun ein Telefonmitschnitt auf, in welchem er seinen Sohn anweisen soll, große Mengen an Schwarzgeld fortzuschaffen. Erdogan bezeichnet den Clip natürlich als Fälschung und setzt weiter auf Aussitzen. Glücklicherweise lassen sich die Türken dies nicht gefallen – und demonstrieren weiter.

Supermarkt Supercool – Die Supermarkt-Kette EDEKA wildert nun schon länger im Gehege viraler Hits – und das mit Erfolg. Die Agentur Jung von Matt hat für ihren Kunden EDEKA nun den alten Track „Supergeil“ von Der Tourist aufgekauft, um ihn für einen skurrilen Werbe-Clip zu verarbeiten. Die Rechnung geht auf: Protagonist Friedrich Liechtenstein erhält die Bekanntheit, die er sich wohl schon länger wünscht, und das Video erfreut sich mittlerweile grenzüberschreitender Beliebtheit. #coolaufbestellung

Schandpfahl für Vollpfosten – Wer kennt sie nicht: Extreme Facebook-Kommentare mit rassistischen, faschistischen, homophoben, demokratie- und menschenfeindlichen Inhalten. Besonders interessant wird es, wenn ein Bild zum Text Verwendung findet. Und genau das hat sich der neue Tumblr-Blog „Lookismus gegen Rechts“ zur Aufgabe gemacht. Man achte dabei auf zwei Merkmale: Diese Kommentare werden auch noch geliked. Und zumindest in puncto Auslegung der Rechtschreibung und Grammatik beweisen die stolzen Germanen echte Kreativität. lookismusgegenrechts.tumblr.com/

Der Berg hat geschlossen – Erst kürzlich haben wir versucht, eine nützliche Bitcoin-Einführung zu geben. Jetzt hören wir, dass die größte Tauschbörse Mt.Gox bis auf Weiteres dicht gemacht hat. Der Handel wurde ausgesetzt und es steht der Vorwurf der Veruntreuung im Raum.

Digitales Flatrate-Saufen – Sich beim hemmungslosen Saufen filmen, die Filmchen auf Facebook teilen und zum Nachahmen auffordern: Dieser „Trend“ nannte sich #socialbeergame und scheint genauso schnell wieder vorbei zu sein, wie er gekommen ist. Entgegen mancher Behauptungen gefiel dieses Spielchen Facebook überhaupt nicht und das Netzwerk entfernte bereits nach einem Tag die komplette Seite. Es wird kolportiert, dass es bereits Todesopfer gegeben habe.

Global Happy – Und zum Abschluss noch ein echtes virales Craze. Pharrell Williams‘ Song „Happy“ ist ein echter Welthit. Das liegt vielleicht gar nicht mal am Song selbst, aber auf jeden Fall an den unzähligen Clips, in denen Menschen aus der ganzen Welt zu „Happy“ tanzen. Egal was es ist, der Song hat es und das macht der ganzen Welt Spaß. Schöne Erkenntnis: Musik und das Internet verbinden – egal, wo die Menschen leben.

 

>>> Weitere Monatsrückblicke in der Übersicht

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